Gesundheit des Shikokus

 

An sich ist der Shikoku eine "robuste" Rasse. Aber wie auch bei vielen anderen Rassen gibt es typische Gesundheitsprobleme, die hin und wieder auftreten können und daher erwähnt werden sollten. Da diese Rasse noch recht selten ist, wird man über deren Gesundheit noch mehr lernen.


Folgende gesundheitlichen Probleme konnten beim Shikoku bisher beobachtet werden:


 

  Hüftgelenksdysplasie (HD)

HD ist relativ weit verbreitet beim Shikoku, in mehr oder weniger starker Ausprägung. Im  Ursprungsland Japan fehlen häufig Gesundheitsuntersuchungen wie Hüftröntgen bzw. sind
keine Voraussetzung zur Zucht. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei HD um
eine polygene und multifaktorielle Erkrankung.

 

Hüfte HD-frei



 
Panostitis

Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung der Knochen in Vorder- und Hinterbeinen, die mit
Lahmheit und Schmerzen einhergeht und oft im Wachstumsalter bei größeren Rassen
auftritt. Der Verlauf ist mit Medikamentengabe gewöhnlich günstig und die Prognose ist recht gut.

 

Allergien

Eine Überreaktion des Immunsystems auf sonst harmlose Substanzen (Futterbestandteile,
Hausstaub, Pollen oder Medikamente) kann zu Krankheitserscheinung wie Rötungen der Haut und Kratzen/Belecken von Haut oder Körperbereichen (oft Gesicht und Pfoten) etc. führen. Allergien sind selten beim Shikoku, konnten aber hin und wieder beobachtet werden.

 

 

 
Epilepsie

Die Anlage (Disposition) zur Epilepsie ist vererbbar. Es wird angenommen das es sich um einen
polygenen und multifaktoriellen Erbgang handelt. Bisher sind einige Fälle von Epilepsie beim
Shikoku aufgetreten. Die meisten davon können auf eine bestimmte Linie bzw. Vorfahr
zurückgeführt werden.

 

Cystinurie Typ III

Eine vererbbare Krankheit, die die Nierenfunktion beeinträchtigt. Hunde mit Cystinurie haben einen Mangel an einem bestimmten Protein, das für den Transport von Cystin und anderen Aminosäuren aus dem Urin notwendig ist. Überschüssiges Cystin kann Kristalle/ Steine in den Harnwegen bilden, die die Harnleiter oder die Harnröhre blockieren und den normalen Urinfluss stoppen können.

 

 


Ich möchte anmerken, das (Erb-)krankheiten eine grundsätzliche Begleiterscheinung von Zucht ist und keine Population frei davon ist. Ich, als gewissenhafter Züchter gebe mir natürlich größtmögliche Mühe nur mit gesunden Tieren zu züchten um gesunde Welpen zu erhalten, aber eine 100%ige Garantie kann ich nie geben und werden auch andere Züchter nicht geben können. Über die vom Zuchtverband vorgeschriebenen Untersuchungen hinaus, mache ich mit meinen Hunden auch die derzeit am Markt verfügbaren Gentests. Solltest du Fragen bezüglich der Gesundheit haben, kannst du mich selbstverständlich ansprechen. Gern auch in einem persönlichen Gespräch, denn hier können wir dieses komplexe Thema ausführlicher besprechen.


Noch ein kurzes Wort zur Pflege: Die Pflege des Fells ist an sich recht anspruchslos. Regelmäßiges Kämmen, Krallen schneiden und Zahnpflege gehören dazu, nehmen aber nicht übermäßig viel Zeit in Anspruch. Ca. zweimal im Jahr haart der Shikoku allerdings extrem und verliert dabei die Unterwolle.